Ökosignal für den Kryptomarkt

Mit dem Übergang zum neuen Konsensverfahren spart die Blockchain ab 2022 beinahe die Gesamtmenge seines aktuellen Energiebedarfs ein. Ein bekanntes und gerne verwendetes Argument gegen den Krypto-Markt ist dessen Energiebedarf. Wir bei Everlast Fund haben für Sie Energieverbrauchs-Vergleiche mit Ländern angestellt: Das Bitcoin-Netzwerk beispielsweise verbraucht gleich viel Strom wie Schweden und pumpt so viel CO₂ in die Luft wie Neuseeland. Ethereum wiederum benötigt momentan 104 Terrawattstunden im Jahr – das entspricht annähernd dem kasachischen Energiebedarf. Bulgarisch dagegen ist der CO₂-Ausstoß von fast 50 Megatonnen. Doch damit ist jetzt Schluss: Ethereums Übergang zu Proof of Stake drosselt den Energiebedarf erheblich.

Bye bye, PoW

Der Proof of Work wird zum Auslaufmodell – er ist wie bei Bitcoin der Grund für den hohen Energiebedarf. Bei diesem Konsensverfahren bündeln Miner Transaktionen in Blöcken, verifizieren sie und heften sie an die Blockchain. Als Belohnung für den Einsatz der Rechenleistung winken pro Block zwei Ether Belohnung. In der Folge wird mit gesteigerter Hash Leistung versucht, die Chancen zu erhöhen, einen gültigen Block zu finden.

Der Vorteil einer hohen Hash Rate liegt im Schutz des Netzwerks vor Angriffen, denn um die Historie einer Blockchain umzuschreiben oder Double Spends auszuführen, müsste über die Hälfte der gesamten Rechenleistung eingesetzt werden. Und auch wenn es früher 51-Prozent-Attacken gab, sind ETH und BTC mittlerweile keine lohnenden Angriffsziele mehr, da die benötigte Rechenleistung in Relation zur erzielbaren Beute schlicht zu hoch wäre.

Der Nachteil einer hohen Hash Rate wiederum liegt darin, dass es zu einem globalen Wettrüsten mit drastischen Auswirkungen auf den Stromverbrauch kommt. Der Hunger nach Hardware führt zu einer Verknappung am Markt, steigenden Preisen und sich stetig erhöhendem Energiebedarf: Digiconomist ordnet den Energieverbrauch von Ethereum zu Beginn des vergangenen Jahres bei 15 Terrawattstunden (TWh) ein. Ende Dezember 2021 liegt dieser bereits bei über 100 TWh:

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und nicht nur unsere Fachleute bei Everlast Fund, selbst Entwickler:innen stufen den derzeitigen Energieaufwand von ETH als zu hoch ein. Daran lässt sich nichts beschönigen: Der Energieverbrauch ufert aus. Zum Glück war Proof of Work nie als dauerhaftes Konzept angelegt. Es sollte nur die Zeit überbrücken, bis das weitaus ressourcenschonendere Proof-of-Stake-Verfahren erprobt und eingeführt ist. Und 2022 ist es so weit.

Eine Frage des Konsenses

In Q2 des heurigen Jahres soll es Wirklichkeit werden, dass die jetzige Mainchain mit der PoS-basierten Beacon Chain verschmilzt. Danach gehört PoW bei Ethereum der Vergangenheit an – das Netzwerk sichert sich fortan anstatt durch Rechenleistung mit Stake (hinterlegten Ether-Einlagen) ab.

Für die Blockproduktion sind dann nicht mehr Miner und ihre Rechenleistung, sondern Validatoren verantwortlich. Das senkt den Energieverbrauch von Ethereum signifikant um 99,95 Prozent im Vergleich zu jetzt. Künftig reduziert sich der Bedarf auf den Betrieb von Nodes, was die riesigen Miningfarmen obsolet macht.

Quantensprung durch Sharding

Ethereum plant, mit der Skalierungslösung Sharding den Transaktionsdurchsatz durch die Aufteilung auf parallellaufende Netzwerke zu erhöhen. Damit lässt sich die Leistungsfähigkeit von aktuell 15 Transaktionen pro Sekunde (TPS) in Zukunft um den Faktor 64 steigern. Für 2023 ist der Einsatz von Shard Chains geplant, die das zukünftige Wachstum des Layer-2-Ökosystems weiter unterstützen sollen, womit Ethereum OHNE Skalierungslösungen wie Layer-2-Rollups einen Durchsatz von 25.000 TPS erreichen soll. Sind diese erst implementiert, könnte es Ethereum auf sagenhafte 100.000 TPS bringen!

Doch nicht nur für den Durchsatz spielen Layer-2-Rollups eine entscheidende Rolle. Sie führen Transaktionen außerhalb der Ethereum Mainchain aus. Wenn die Skalierungslösungen auch noch die Gas Fees (Transaktionskosten) senken, sehen wir bei Everlast Fund auch bei den Nutzer:innen eine deutliche Wanderung hin zu Layer-2.Rollups einsetzen. Logisch: Sie genießen damit die Vorteile wie Sicherheit und Flexibilität, profitieren gleichzeitig aber auch von niedrigen Transaktionsgebühren. Damit hat die Ethereum Base Chain ausgedient.

Wir blicken in eine grüne Zukunft

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind nicht nur Schlagworte, sondern Business Driver für milliardenschwere globale Industrien. Der Kryptomarkt als Ganzes und Ethereum im Besonderen machen hier keine Ausnahme: ETH als größte Smart-Contract-Plattform bildet ein vielschichtiges Ökosystem an dezentralen Anwendungen. Sie und ihre vielfältigen Anwendungen von dezentralen Börsen bis hin zu NFT-Marktplätzen werden von der verbesserten Energieeffizienz zweifellos profitieren. Und auch wir als Investoren bei Everlast Fund setzen nicht ohne Grund bereits jetzt auf ETH als wichtigen Bestandteil unseres Portfolios.

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