Colorado prescht vor

Jared Polis, Gouverneur von Colorado, kündigt an, dass ab Sommer 2022 Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Steuern akzeptiert werden sollen. Es dürfte also in Kürze möglich sein, seine Steuern mit BTC zu zahlen!

In einem Interview mit CNBC hat sich Jared Polis, Gouverneur von Colorado, zu diesem Thema recht eindeutig geäußert. „Wir erwarten, dass wir in diesem Sommer, ziemlich bald, Kryptowährungen für alle unsere staatlichen Steuerzwecke akzeptieren werden“, bestätigte Polis. Ein Vermittler werde dann die Zahlungen in US-Dollar umwandeln. Der US-Bundesstaat wird also die Kryptowährungen nicht in Krypto-Form halten, sondern in Fiat umtauschen.

Als Grund nannte Polis das Risiko der Volatilität. Auch müsse der Bundesstaat selbst seine Ausgaben in Dollar begleichen. Deshalb bliebe keine andere Möglichkeit, als die eingenommenen Krypto-Steuern wieder in Fiat-Geld umzuwandeln. In diesem Zusammenhang wird es interessant sein zu beobachten, was mit eventuell erwirtschafteten Kursgewinnen passiert. Und für steuerpflichtige Bürger auf der anderen Seite werden Kursentwicklungen ebenfalls eine entscheidende Rolle für den Zeitpunkt spielen, an dem sie ihre Steuern begleichen.

Steuern als Pionierprojekt

Der Gouverneur von Colorado ist seit Jahren als Krypto-Befürworter bekannt und hat in seinem Wahlkampf Spenden in Form von BTC akzeptiert. Im Mai vergangenen Jahres hatte er angekündigt, das Steuergesetz entsprechend anpassen zu wollen, was nun kurz vor der Umsetzung steht. Er hält es zukünftig für möglich, dass man das Gesetz auch auf viele weitere Bereiche überträgt. Man darf gespannt sein, ob andere Bundesstaaten dem Beispiel von Colorado folgen werden.

Neben Polis gibt es freilich noch andere Politiker, die Pro-Krypto sind und sich eine stärkere Einbindung von Kryptowährungen wünschen – in den USA etwa Francis Suarez, der Bürgermeister von Miami, der für Miami als Standort für Bitcoin-Miner warb und erklärte, er wolle sein Gehalt in Bitcoin erhalten. Der New Yorker Bürgermeister Adams hingegen hat sich zwar gegen das Mining ausgesprochen, wollte aber trotzdem 3 Gehaltsschecks in BTC erhalten.

Bei aller positiven Meldungen ist der Weg zur Massenadoption von Kryptowährungen noch weit. Obwohl immer mehr Unternehmen zunehmend in Bitcoin und andere Kryprowährungen investieren und beginnen, Kryptowährungen als Zahlungsmittel in Erwägung zu ziehen, gibt es auf der Gegenseite jede Menge Warner und Mahner, wie vor den Gefahren von Kryptowährungen warnen. Sei es die Volatilität oder die Ökobilanz – die Kritik an Bitcoin ist vielfältig und zum Teil werden auch Maßnahmen gegen das Mining oder den Handel mit Kryptos ergriffen. Dennoch gibt es neben Polis immer mehr Politiker, die sich auch für eine Einbindung von Kryptowährungen einsetzen.

Ganz einfach teilen!