Bitcoin: Dezentral und somit global beeinflusst

Der Krieg in der Ukraine beeinflusst auch den Kryptomarkt. So haben Bitcoin und Ethereum in den letzten Tagen deutlich an Wert eingebüßt, wobei einige Altcoins noch gravierendere Einbrüche erleben mussten. Der Kryptomarkt hatte sich lange Zeit losgelöst vom restlichen Markt entwickelt – das ist nun anscheinend vorbei: Im Januar 2022 zeigte eine Untersuchung, dass sich die Kurse der führenden Kryptowährungen zunehmend im Einklang mit den beiden großen Aktienindizes S&P 500 und Nasdaq 100 bewegen. Ein Vergleich macht sicher: Fallende Aktienkurse gehen mittlerweile auch zunehmend mit fallenden Kryptokursen einher.

Bullenmarkt, bitte warten

Steht nun, angesichts eines eingeleiteten Abwärtstrends und des losgebrochenen Ukraine-Russland-Konflikts, ein neuer Kryptowinter bevor? Du Jun , Gründer der Kryptobörse Huobi erwartet die nächste Bitcoin-Rallye erst mit Ende 2024. Microstrategy-Chef Michael Saylor oder erfahrene Trader wie Peter Brandt rechnen mit einem länger andauernden Kryptowinter, also niedrigen Kursen von Bitcoin, Ethereum und Co. Ebenso wenig glaubt Du Jun kaum an eine merkliche Erholung des Kryptomarktes. Der Gründer der Kryptobörse Huobi geht vor dem Hintergrund der vergangenen Preiszyklen davon aus, dass ein neuer Bullenmarkt erst Ende 2024 oder Anfang 2025 zu erwarten sei. Im Gespräch mit CNBC äußerte er, der Bitcoin-Kurs hinge stark mit dem sogenannte Halving zusammen. Bitcoin-Halving, das fest in den Programmcode der Kryptowährung eingebaute Ereignis, findet ungefähr alle vier Jahre statt und halbiert die Belohnung für das Mining. Einer der Hauptgründe für das Halving ist es, eine mögliche Inflation zu verhindern. Das letzte Halving fand im Mai 2020 statt. Im Anschluss ging der BTC-Kurs stetig nach Oben und erreichte sein Allzeithochs von knapp 69.000 Dollar im November 2021. Seither hat sich der BTC-Kurs beinahe halbiert und notiert aktuell unterhalb der Marke von 40.000 Dollar. Nun ist lt. Du für Bitcoin und Co die Zeit für einen Bärenmarkt gekommen, der ungefähr weitere drei Jahre anhalten werde.

Krieg, Corona & Co

Allerdings räumt der Huobi-Gründer ein, dass die weitere Entwicklung sehr schwer vorherzusagen sei, da sie von so vielen weiteren Faktoren abhänge. Dazu gehörten zum einen geopolitische Probleme wie der eingangs erwähnte Krieg in der Ukraine ebenso wie die Coronakrise. Daneben haben Regulierungsschritte auf größeren Märkten wie in China zuletzt zu sinkenden Kursen geführt. Der Microstrategy-Chef Saylor seinerseits betont, dass für ihn Bitcoin „eher ein Marathon als ein Sprint“ sei. Dem schließt sich auch der Trader Brandt an, der meint, dass Hodlen die beste Strategie sei. Wichtig sei es für ihn, dass die Leute „keine Gewinne über Nacht“ erwarten sollten.

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