Belohnung fürs Hodln

Bevor die eigenen Krypto-Assets auf dem Wallet verstauben, wäre es doch viel besser, sie gewinnbringend einzusetzen. Eine Möglichkeit dafür ist Staking, bei dem es Rewards für das Halten gibt. Dieser Beitrag beschäftigt sich näher damit und informiert über die Hintergründe und die Funktionsweise von Staking. Im Grunde kann man sich Staking wie ein verzinstes Festgeldkonto vorstellen. Man bekommt für gestakte Kryptos eine anteilsmäßige Prämie – je nach Coin bis zu über 25 Prozent! War es bei der Hausbank früher so, dass sie die eingelegten Bestände ihrer Kunden als Kredite vergeben hat und den Sparern dafür Zinsen gezahlt hat, verhält es sich beim Staking ähnlich. Hier macht sich die Blockchain den Stake zunutze, indem er am Konsensverfahren „Proof of Stake“ teilnimmt.

Kein Bitcoin-Staking

Da Kryptowährungen dezentralisiert sind, benötigen sie ein Konsenverfahren, um Entscheidungen zu treffen und zu verifizieren. Viele Kryptowährungen, darunter Bitcoin und Ethereum in seiner jetzigen Form, verwenden dafür Proof of Work. Bei diesem Konsensverfahren muss das Netzwerk unter Einsatz von Rechenleistung Probleme lösen, wie zum Beispiel die Validierung von Transaktionen. Die daran beteiligten Miner wetteifern darum, wer zuerst eine komplexe Rechenaufgabe lösen kann – der Gewinner erhält das Recht, den neuesten „Block“ mit verifizierten Transaktionen zur Blockchain hinzuzufügen, was mit Kryptowährungen belohnt wird.

Dieses Prinzip führt mit steigender Komplexität zu Problemen. Mehr Rechenleistung verbraucht mehr Energie, was zu höheren Kosten und damit zu sinkender Attraktivität für die Miner führt. Daneben kann es zu Energieengpässen kommen, Transaktionen verzögern sich und die Gebühren steigen. Tempo, Wirtschaftlichkeit und Effizienz sind gefragt – ein Fall für Prove of Stake. Hier verzichten die Entwickler auf das Lösen mathematischer Probleme seitens der Miner. Stattdessen setzt man auf Validatoren – Personen, die bereits in ausreichendem Maße in die Blockchain investiert haben.

Das Prinzip: Ein Netzwerkteilnehmer wird ausgewählt, der das jüngste Transaktionspaket zur Blockchain hinzufügt und als Gegenleistung in Kryptowährungen entlohnt wird. Im Grunde hinterlegen Nutzer ihre Token und erhalten im Gegenzug dafür die Chance, einen neuen Block zur Blockchain hinzuzufügen und dafür eine Prämie zu lukrieren. Als Garantie für die Ordnungsmäßigkeit dienen die gestakten Token der Validatoren. Ausgewählt werden diese Personen abhängig von der Größe ihres Stakes und des Zeitraums, den sie ihn gehalten haben. Wer am meisten ins Netzwerk investiert hat, erhält also eine Belohnung dafür.

Licht und Schatten des Stakings

Neben den Prämien ist die Erhöhung von Sicherheit und Effizienz der unterstützten Blockchain-Projekte ein entscheidender Anreiz für das Staking. Die Blockchain wird widerstandsfähiger gegen Angreifer und ihre Fähigkeit zur Abwicklung von Transaktionen gestärkt. Aber natürlich gibt es auch Nachteile, die man berücksichtigen muss: Gestakte Assets unterliegen in der Regel einer Sperr- oder Haltefrist, was bei der Volatilität am Kryptowährungssektor die Flexibilität einschränkt. Wer sich dieser Bedingungen bewusst ist und dennoch am Staking teilnehmen möchte, kann dies auf relativ einfache Weise bewerkstelligen, indem man zB auf Coinbase, bitpanda oder einem anderen teilnehmenden Walletanbieter einen Teil seiner Assets für das Staking einsetzt. Die Prämien werden dann direkt dem entsprechenden Wallet gutgeschrieben. Fast wie seinerzeit beim Festgeldkonto.

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