Solana-Kurs bricht ebenfalls ein

Seit Jahresbeginn sind die Preise vieler Kryptowährungen gehörig unter Druck geraten. BTC und seine Pendants haben sich inzwischen deutlich unter dem Vorjahresniveau eingependelt. Die Unsicherheit auf dem Kryptomarkt wird noch durch die Forderung nach regulatorischen Maßnahmen befeuert, die einige Länder ebenfalls bereits umsetzen. Auch Solana-Anleger sind vom Abwärtstrend betroffen: Im November 2021 markierte Solana noch ein Allzeithoch von 260,06 US-Dollar, Anfang Februar liegt er nur mehr bei knapp unter 120 US-Dollar.

Solana-Blockchain mit Netzwerkproblemen

Neben der allgemeinen Schwäche des Kryptomarktes steht Solana jedoch vor weiteren Herausforderungen. Laut Berichten von Coinbase und des Kryptoportals Wu Blockchain soll Solana wiederholt mit Ausfällen und Geschwindigkeitsverlangsamungen zu kämpfen haben und war Anfang Januar Berichten zufolge mehrere Stunden lang nicht verfügbar. Laut Wu Blockchain wurde in der offiziellen Telegram-Gruppe von Solana sogar gemunkelt, dass ein DDoS-Angriff hinter dem Verbindungsausfall stecken könnte. Anatoly Yakovenko, Mitbegründer von Solana, konnte diese Befürchtungen jedoch kurze Zeit später ausräumen. „Es handelt sich nicht um einen DDoS, sondern lediglich um Probleme bei der Kommerzialisierung einer neuen Laufzeitumgebung“, so der Entwickler in einem Tweet:

Einige Tage danach stellten Entwickler in einem Statusbericht „Leistungseinbußen“ fest, die auf eine frühere Softwareversion zurückzuführen seien. Mit einem später veröffentlichten Update sollen die Probleme jedoch weitgehend eingedämmt worden sein. Ein Update soll nun Abhilfe schaffen. Das Netzwerk wirbt damit, Transaktionen besonders schnell zu verarbeiten, indem es die „Proof of History“-Technologie einsetzt: Diese integriert den Zeitstempel direkt in ihre eigene Blockchain. „Jeder Blockproduzent muss die VDF [verifiable delay function], diesen Proof of History, durchlaufen, um zu seinem zugewiesenen Slot zu gelangen und einen Block zu produzieren“, so Yakovenko. Zu diesem Zweck werden die gehashten Datensätze der zuvor erzeugten Zustände in die Sequenz eingefügt – und zwar „fast in Echtzeit“.

Einige Tage nach den jüngsten Netzwerkproblemen meldete Yakovenko erneut via Twitter Fehler im Netzwerk im Umgang mit doppelten Transaktionen. Das habe zur Verlangsamung der Übertragungsgeschwindigkeit beigetragen und war von Trading Bots entdeckt worden. Das Update 1.8.14 hat die Geschwindigkeit zwar verbessert, das Problem aber noch nicht vollständig behoben. Das soll ein weiteres Upgrade, das bis Ende Februar ausgerollt werden soll, beheben.

Solana Pay verbindet NFT-Geschäft mit Einzelhandel

Der neue Dienst „Solana Pay“ soll es Nutzern ermöglichen, Transaktionen mit verschiedenen Token zu möglichst geringen Kosten auf Basis der Solana-Blockchain durchzuführen. Dadurch ist gem. einer Pressemitteilung ein Einsatz im Einzelhandel möglich, was die Abwicklung von Zahlungen in lokalen Geschäften deutlich vereinfachen könnte: Durch Abscannen eines QR-Codes könnten Kunden den Zahlungsbetrag sofort auf das Konto des Händlers überweisen. Ein weiterer Vorteil: Neben einer NFT-Version des gekauften Artikels kann auch eine zertifizierte NFT-Quittung über den Kauf auf das Smartphone des Kunden geschickt werden. Mit der Kappe aus einem lokalen Sportgeschäft könnte der Kunde danach im virtuellen Metaverse seinen eigenen Avatar ausstatten.

Stabilität gewährleisten

Bei Solana Pay setzen die Macher vor allem auf an Fiat-Währungen gebundene Stablecoins. Diese sind weitaus weniger volatil als etwa BTC und ETH und damit für Kunden viel attraktiver. Von der Einführung des Zahlungsdienstes würden aber auch die Händler profitieren, was vor allem an den niedrigeren Gebühren im Vergleich zu Kreditkartenanbietern liegt. JPMorgan etwa glaubt an den Krypto-Anbieter: Solana habe beispielsweise dem Konkurrenten Ethereum einen großen Marktanteil im NFT-Geschäft streitig gemacht, so Analyst Nikolaos Panigirtzoglou in einer Notiz. Wenn die gelingt und die Netzwerkprobleme in den Griff gebracht werden, kann mit Solana ein neuer Stern aufgehen, den man auf jeden Fall auf dem Radar und im Portfolio haben sollte.

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