Krypto-Underdog

Wenn man bedenkt, dass XRP einmal die Nummer 2 am Kryptomarkt hinter Bitcoin war, erscheint der aktuelle Kurs von 0,43 $ Mitte Mai nicht sehr prickelnd. Seit dem Ende des Krypto-Booms 2018 ging es nur noch nach unten für XRP. Mittlerweile ist Ripple auf den Platz 6 abgerutscht, doch eine Erholungsrally scheint wahrscheinlich. Was spricht dafür? „Coincierge“ stellte vor kurzem fest, dass XRP die langjährige Unterstützungslinie bei 0,42 US-Dollar dank einer „Mini-Rally“ schnell überspringen konnte, wie der aktuelle Kurs beweist.

Das könnte ein Indikator für einen Aufwärtstrend sein – wenn es Ripple schafft, sich nachhaltig durchzusetzen und die 56 US-Cent zu überflügeln. Dann geht es kaum aufhaltbar weiter Richtung Mitte der 60er. Jannis Grunewald: „Ein Verbleiben darüber kann dazu beitragen, die bearishe These auf dem Markt zu entkräften, […] mit der Preiserholung haben die technischen Daten von XRP den Beginn einer positiven Preisaktion angezeigt.“ Seit dem 12. Mai fließt wieder mehr Kapital zu als ab; dennoch ist Vorsicht geboten.

Hohe Ziele von Ripple Labs

Das Besondere an XRP ist, dass Ripple Labs ein weithin anerkanntes digitales Peer-to-Peer Zahlungsnetzwerk auf Basis der Blockchain-Technologie etablieren will. Ein hehres Ziel, von dessen Erreichen man zwar noch ein Stück entfernt ist, was dem Coin 2017 dennoch zu Erfolg verhalf, als die Marktkapitalisierung der Tokens im Dezember von 8 auf über 120 Milliarden US-Dollar stieg. Diese Hausse dauerte bis Februar 2018, als die Marktkapitalisierung wieder auf etwa 40 Milliarden US-Dollar absackte.

Das Auf und Ab bei der Marktkapitalisierung wirkte sich auch auf das Vermögen von Ripple-Gründer Chris Larsen aus: Da Ripple Labs einen großen Anteil an XRP hält, kannte sich Larsen zwischenzeitlich zum fünftreichsten Menschen der Welt aufschwingen. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Mit der sinkenden Marktkapitalisierung schrumpfte auch das Vermögen wieder. Seither kommt der XRP-Kurs nicht so recht in die Gänge: Nicht einmal im Krypto-Jahr 2021 konnte sich der XRP-Kurs wieder in einstige Höhen aufschwingen.

Unabwägbarkeiten

Und in der aktuellen Abschwungphase bekam XRP wieder eine ordentliche Klatsche: Mit fast 50 Prozent ist Ripple ganz vorne dabei bei den Coins mit den höchsten Verlusten. Grund dafür: Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, die Larsen vorwirft, unregistrierte Wertpapiere – nämlich XRP-Token – verkauft und auf diese Weise 1,3 Milliarden US-Dollar eingenommen zu haben. Der Prozess ist läuft, der ungewisse Ausgang ist aber nicht dazu angetan, den XRP-Kurs in der aktuellen Situation zu befeuern.

Dennoch beweist die Mini-Rally, dass sich Blatt rasch wenden kann – und wenn sich der Prozess zugunsten Ripple entwickelt, steht einem Comeback nichts im Wege.

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