Russischer Präsident unterstützt Krypto-Mining entgegen harter Linie der Bank von Russland

Russland ist nach den USA und Kasachstan der weltweit drittgrößte Miner. Die Bank von Russland schlug ein vollständiges Mining- und Handelsverbot von Kryptos vor. Präsident Putin hingegen lehnt den Vorschlag der Zentralbank ab, es vollständig zu verbieten und unterstützt einen Vorschlag der russischen Regierung, das Mining von Kryptowährungen stattdessen zu besteuern und zu regulieren.
Putin unterstützt einen Vorschlag, der es erlauben würde, das Mining fortzusetzen, was energiepolitisch durchaus sinnvoll ist, da es in Russland viele Regionen mit einem Überschuss an Elektrizität gibt. Nicht näher genannte Insider nennen Irkutsk, Krasnojarsk und Karelien. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow lehnte es ab, die Haltung des Präsidenten zu erläutern und sagte, Putin habe die Regierung und die Zentralbank angewiesen, ihre Differenzen auszuräumen. Die Zentralbank lehnt das Mining aus Umweltschutzgründen nach wie vor ab. Ein weiterer Grund ist, dass es Anreize zur Umgehung von Vorschriften schaffen würde, so ihr Pressedienst.

Gute Neuigkeiten für die Branche

Putins Position ist eine gute Nachricht für eine Branche, die in letzter Zeit zahlreiche Rückschläge hinnehmen musste, darunter Chinas vollständiges Verbot im vergangenen Jahr und Kasachstans vorübergehende Abschaltung der Miner, als das Land mit Stromausfällen zu kämpfen hatte. Laut Daten der Cambridge University aus dem Oktober 2021 wurde Russland im Jahr 2021 hinter den USA und Kasachstan zum drittgrößten Krypto-Miner der Welt. Die Unterstützung des Präsidenten und seine öffentlichen Äußerungen bedeuten, dass die Vorschläge wahrscheinlich angenommen werden. Putin forderte die Regierung und die Zentralbank auf, bald eine Einigung darüber zu erzielen, wie Kryptowährungen reguliert werden sollen.

Wettbewerbsvorteil Krypto-Freundlichkeit

„Wir haben hier auch gewisse Wettbewerbsvorteile, vor allem beim sogenannten Mining“, sagte Putin während einer Regierungssitzung, räumte aber auch die mit Kryptowährungen verbundenen Risiken ein. „Ich meine den Überschuss an Strom und gut ausgebildetem Personal, das im Land verfügbar ist.“ Für das Bitcoin-Mining werden spezielle Computer benötigt, die komplexe Verschlüsselungsaufgaben lösen, und die größten Betriebskosten für dieses Geschäft sind Stromkosten. Dem kommt der Stromüberschuss in einer Reihe von Regionen Russlands zupass, deren Wasserkraftwerke Überschuss produzieren oder weil energieintensive Industrieanlagen aus der Sowjetzeit stillgelegt wurden.

Vitaliy Borschenko, Mitbegründer des russischen Miners BitCluster, sagte, dass die Miner eingeladen wurden, einer Arbeitsgruppe der Regierung beizutreten, nachdem die Zentralbank ihren Bericht veröffentlicht hatte, in dem ein generelles Verbot von Kryptowährungen vorgeschlagen wurde. Laut seiner Aussage seien die meisten Ministerien und Behörden gegen radikale Maßnahmen. Gute Neuigkeiten für die Branche in diesen harten Zeiten!

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