Erleben wir einen ETH-Bullenmarkt?

Die zweitgrößte Kryptowährung der Welt macht sich bereit für den nächsten Schritt. ETH ist derzeit etwa 3.400 US-Dollar wert und kommt damit auf einen Marktwert von über 320 Milliarden US-Dollar. Ende letzten Jahres hat Ethereum sein Kintsugi-Testnetz gestartet, in Q2 dieses Jahres soll es dann in das Ethereum-Mainnet und die Beacon-Chain integriert werden. In dieser Fusion wittern Experten große Chancen für die Kryptowährung, da sie eine lange erhoffte Verbesserung des Ether-Netzwerkes darstellt. Wie wir berichtet haben, soll die Blockchain von PoW zu Proof-of-Stake übergehen und sie damit schneller, energiesparender und günstiger machen. Es wird eine immense Energieeinsparung von 99,95 % erwartet, was Ethereum auch für umweltkritische Kreise salonfähig machen könnte. Ethereum 2.0 möchte eine effiziente und skalierbare Blockchain erschaffen.

Bitte noch etwas Geduld

Wenn alles wie geplant funktioniert, wird es in 1 bis 2 Monaten richtig spannend: Im Mai oder Juni dieses Jahres soll die neue Funktion Sharding die Skalierbarkeit verbessern – die Folge sind schnelle Transaktionen und niedrigere Gebühren. Damit lässt sich die Leistungsfähigkeit von aktuell 15 Transaktionen pro Sekunde (TPS) in Zukunft um den Faktor 64 steigern. Sobald die Testphase abgeschlossen ist und alles stabil läuft, erfolgt die Umstellung.

Was vielversprechend klingt, muss sich in der Praxis erst bewähren. Erfüllen sich die Erwartungen in die neue Technik jedoch, dann könnte dies den ETH-Kurs weiter beflügeln. Schon im Vorjahr holte die Kryptowährung im Vergleich zu Bitcoin rasant auf – gelingt die Technik-Umstellung, wird es wohl in diese Richtung weitergehen. Bereits seit rund einem Monat steigen die Kurse von ETH beständig an, von rund 2.600 Doller innerhalb des letzten Monats auf mehr als 3.400 Dollar, Ende ungewiss – nach Einschätzung von Bill Barhydt, Mitgründer und CEO von Abra, könnte der Kurs der Kryptowährung auf 30.000 bis 40.000 US-Dollar steigen.

Fels in der Brandung

Die aktuelle geopolitische Krisenlage scheint Ethereum wenig anzuhaben. Ethereum-Gründer Vitalik Buterin sieht das sogar als Chance und ist der Meinung, dass sich gerade in der Krise die Spreu vom Weizen trennt, wofür er Ethereum gut aufgestellt sieht. Ungeachtet seines Optimismus scheinen ihm die letzten Wochen Recht zu geben. Auch Arthur Hayes sieht für Ethereum aktuell Chancen, signifikant an Wert zuzulegen. Für ihn ist Ethereum ein Rohstoff, der den größten dezentralen Computer der Welt antreibt und sich dadurch als idealer Wertspeicher und Inflationsschutz eignet.

Dafür spricht auch die Rolle von Ethereum als größte Smart-Contract-Plattform der Welt, die ein vielschichtiges Ökosystem an dezentralen Anwendungen bildet, die von dezentralen Börsen bis hin zu NFT-Marktplätzen reichen. Für Anleger jedenfalls hat ETH durch diese Aussichten deutlich an Attraktivität gewonnen.

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