Bitcoins Heldenreise

Jede Geschichte lebt davon, dass der Held auszieht in die große, weite Welt, um dort Abenteuer zu bestehen. Dabei stößt er auf allerlei Hindernisse und kurz vor dem Erreichen seines Ziels strauchelt er und droht zu zerbrechen, bevor er sich aufrafft und den Endgegner doch noch bezwingt. Sieht man in fast jedem Film – und auch beim Bitcoinkurs. Dieser ist gerade auf Talfahrt, soll sich aber in den nächsten Jahren zu einem Allzeithoch erheben, glaubt man Changpeng Zhao, CEO von Binance.

Sein Wort in Gottes Ohr, denn im Moment ist BTC meilenweit von seinem Allzeithoch in Höhe von 68.300 US-Dollar entfernt, aufgestellt am 10. November 2021. Stattdessen notiert der Bitcoin im 20k-Bereich und dümpelt mal über, mal unter der Zwanzigtausendermarke. Zu Recht und längst überfällig, wie Bitcoin-Kritiker Peter Schiff meint. Langfristige Bitcoin-Investoren sehen das große Ganze und damit nur einen Crash von vielen: Beim Bullrun 2017/2018 fiel der Bitcoin-Kurs von rund 20k auf 3.000 Dollar. Deshalb ist auch für Binance-CEO Changpeng Zhao ein neues Allzeithoch von Bitcoin in den nächsten 2 Jahren wahrscheinlich.

Er denkt in längeren Zeiträumen und meint zum aktuellen Crash: „Wissen Sie, wenn man den Leuten 2018, 2019 gesagt hätte, dass Bitcoin im Jahr 2022 20.000 Dollar wert sein wird, wären sie sehr glücklich gewesen. 2018/19 lag Bitcoin bei 3.000 bis 6.000 Dollar“; bereits gegenüber Bloomberg hatte Zhao ähnliche Aussagen getroffen. Neuanleger sind natürlich verunsichert und zögern mit Investitionen – die alten Hasen der Kryptoszene jedoch sind sowohl von der Idee Bitcoin als auch von der Rentabilität ihres Investments überzeugt. In einem Interview mit The Guardian erklärte Zhao, dass „erhebliche Preisschwankungen“ zu erwarten seien, da die gesamte Kryptobranche noch relativ neu sei.

Kommt Zeit, kommt Allzeithoch

Erfahrene Kryptokenner wie Zhao wissen, dass der Kurscrash eine längere Erholungsphase benötigt, weshalb bis zum Erreichen eines neuen Allzeithochs durchaus ein paar Monate bis sogar Jahre dauern werde, schließlich könne „niemand die Zukunft vorhersagen“. Zhao jedoch bestätigt sein Vertrauen in Kryptowährungen dadurch, dass er kein Fiat-Geld besitzt. Stattdessen seien seine gesamten Ersparnisse in Kryptowährungen angelegt. Der Crash sorgte auch bei zahlreichen Krypto-Milliardären wie Zhao für hohe Verluste. Denn um etwas zu kaufen, muss er entweder in (stark entwerteter) Kryptowährung bezahlen oder in Fiat-Währung umwandeln, wobei wieder ein Verlust realisiert wird.

Verunsicherte Anleger sollten einfach mal das Kurschart auf 3 Jahre stellen und sich die Kursentwicklung im Zeitenverlauf ansehen. Vor dieser Perspektive werden sie sehen, dass der aktuelle Kurs von Bitcoin in etwa dort liegt, wo er im Herbst 2020 notierte, was wiederum ebenfalls über dem letzten Allzeithoch von Anfang 2018 liegt. Sie sehen also: Alles nicht so schlimm…

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