Totgesagte leben länger

Bitcoin hat sich seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine um vieles besser geschlagen als von vielen erwartet und prognostiziert. Aber BTC ist nicht allein: Auch andere Coins wie etwa Cardano haben kräftig zugelegt.

Nach einem monatelangen, stetigen Abwärtstrend hat BTC in den vergangenen Tagen und Wochen ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Die vor allem psychologisch wichtige Marke von 40.000 Dollar scheint aktuell zu halten – mit Trend nach oben. Damit ist die größte Kryptowährung zwar noch weit von einem Anschluss an die Preisrallyes des vergangenen Jahres entfernt, aber die Zeichen sind äußerst positiv.

Danke, Terra!

Mitverantwortlich für den derzeitigen Preisanstieg könnten enorme Investitionen des Kryptoprojekts Terra sein, denn um den Dollar-Kurs des eigenen Stablecoin TerraUSD abzusichern, haben die Blockchainbetreiber im Gegensatz zu anderen Stablecoin-Projekten ihre Reserven in Form der eigenen Kryptowährung Luna sowie als Bitcoin eingesetzt. Insgesamt wollen die Projektverantwortlichen kurzfristig drei Milliarden Dollar für Bitcoin-Investitionen aufwenden, zuletzt soll Terra Bitcoin im Wert von 125 Millionen Dollar über Binance aufgekauft haben. Terra (Luna) ist im Moment das achtgrößte Kryptoprojekt auf dem Markt, womit die Investitionen wichtige Impulsgeber für den Bitcoin-Preis werden könnten, was im Endeffekt wieder den ganzen Markt stützt.

Cardano ist zurück

Die Stabilisierung von Bitcoin sorgte auch bei Cardano für eine Verschnaufpause: Seit dem Allzeithoch im September verlor Caradano 76 Prozent an Wert und rutschte sogar unter die Ein-Dollar-Marke. Doch alles Schnee von gestern: Nach einem Preissprung von 30 Prozent in nur drei Tagen stehen die Zeichen auch bei Cardano endlich auf Erholung – nicht zuletzt aufgrund der Ankündigung von Coinbase, ihrer Kundschaft ab sofort das unkomplizierte Staking der Cardano-Währung ADA zu ermöglichen.

Quo vadis, Bitcoin?

Wenn es Bitcoin gelingt, sich jenseits der 46.000 Dollar zu stabilisieren, rechnen Kryptokenner mit einer ähnlichen Rallye des Marktes wie zu Jahresbeginn 2021. Was bleibt, ist die Unsicherheit: Geopolitische Faktoren spielen eine starke Rolle auf den traditionellen Börsen. Aber es mehren sich Anzeichen, dass die Kryptowährung, der der Nimbus der Volatilität anhaftet, auch in einer globalen Krise mit anderen Assets gut mithalten kann. Ein Grund dafür ist nicht zuletzt die ukrainische Regierung, die während des Krieges stark auf Krypto setzt. Aber auch Russen versuchen ihre Vermögenswerte in Form digitaler Assets in Sicherheit zu bringen.

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