Bitcoin goes Mainstream

Die Zeichen bei Bitcoin stehen auf Öffnung für die breite Masse: Arrivierte deutsche Banken wollen im Kryptogeschäft mitmischen und die Währungen verwahren, Bitcoin-Automaten installiert werden und nun können in den USA erstmals Kunden von Pensionsfonds mit Bitcoin für ihre Altersvorsorge sparen. BTC ist im Mainstream angekommen.

Dazu kommen immer mehr Staaten, die Bitcoin als offiziellen Zahlungsmittel einführen – zuletzt die Zentralafrikanische Republik, die El Slavador folgt und Bitcoin legalisiert. Der entsprechende Gesetzentwurf zur Regelung der Verwendung von Kryptowährung ist in der vergangenen Woche einstimmig vom Parlament angenommen worden. Damit löst BTC den Zentralafrikanischen Franc (CFA-Franc) als offizielle Währung ab.

Bitcoin zur Altersvorsorge

Noch einen Schritt weiter geht Fidelity in den USA: Kunden dieses Pensionsfonds können erstmals mit Bitcoin für ihre Altersvorsorge sparen. Um das Risiko abzumildern, kann nur ein Teil der Altersvorsorge in BTC investiert werden. Dennoch sind es immerhin die Mitarbeiter:innen von rund 23.000 US-Arbeitgebern, die nun über Fidelity ab Mitte des Jahres auch Bitcoin kaufen und mit den Coins im Depot für die Rente sparen können.

Fidelity schätzt, dass die Bitcoin-Blockchain zukünftig eine wichtige Rolle in der Finanzwelt spielen wird und will seine Pensionssparer daran teilhaben lassen. Zwar hat die US-Regierung Anbieter von Pensionsfonds kürzlich davor gewarnt, Kryptowährungen als Teil der Altersvorsorge einzusetzen, die Chancen scheinen aber die Risiken zu überwiegen.

Prominentes Vorbild

Der norwegische Staatsfonds ist der größte Pensionsfonds der Welt – und investiert ebenfalls in Bitcoin. Er tut das zwar indirekt – in Form von Aktion von Tesla und dem Softwareriesen MicroStrategy – aber man muss sich vor Augen führen, dass beide Unternehmen einen beträchtlichen Teil ihres Firmenvermögens in BTC halten.

Natürlich sind im Vergleich zu anderen Assetklassen Kryptowährungen immer noch volatil – Bitcoin macht da keine Ausnahme, wie man seit dem Allzeithoch im November 2021 bis jetzt beobachten kann. Dennoch lohnt sich das Risiko, wenn man die Prognosen führender Analysten im Hinterkopf hat – die 100k-Marke wird geknackt werden – fragt sich nur, wann. Vor diesem Hintergrund ist ein Pensionsfonds mit seinem langfristigen Veranlagungshorizont vielleicht genau der richtige Investor, um das Beste aus der Volatilität herauszuholen.

Dennoch werden von Fidelity ein paar Sicherheitsvorkehrungen eingebaut: Die Zahl an Käufen und Verkäufen sollen limitiert und die Preise im Depot nur einmal am Tag aktualisiert werden. Damit soll einem hemmungslosen Spekulieren ein Riegel vorgeschoben werden.

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